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GEVEST-Pressespiegel vom 23.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Der Verwaltungsgerichtshof hat bestätigt, dass Kosten für die Wiederherstellung der Bewohnbarkeit des eigenen Wohnsitzes – im Anlassfall nach Befall mit Hausschwamm – als außergewöhnliche Belastung absetzbar sein können, allerdings nur abzüglich des Wertvorteils durch die Erneuerung. Der Verfassungsgerichtshof hat den auf 40 Euro gesenkten Streitwert bei unbestrittenen Besitzstörungen durch Kraftfahrzeuge bestätigt. Die Regierung hat sich auf die Reform der ÖBB und auf die neue Sozialhilfe geeinigt, beide sollen mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Das Finanzvermögen der privaten Haushalte hat erstmals eine Billion Euro überschritten, die Wohnbaukredite ziehen wieder an. Bei Gas steigen die Netzentgelte 2027 laut Entwurf im Schnitt um 7,2 Prozent, in drei Bundesländern um 14 bis 21 Prozent.

Immobilien & Wohnrecht

Gastkommentar: Regulierung als Ursache der Krise am Immobilienmarkt

Ein Gastkommentar führt die Krise der Immobilien- und Bauwirtschaft weniger auf die Zinswende als auf staatliche Eingriffe zurück und unterlegt das mit Zahlen. Das Volumen neuer Wohnbaukredite sei von 23,2 Milliarden Euro 2022 auf 10,4 Milliarden 2023 eingebrochen, die verbücherten Kaufverträge von rund 163.000 im Jahr 2021 auf etwa 100.900 im Jahr 2024 gefallen. 2025 seien 1.559 Zwangsversteigerungen anberaumt worden, um 42,8 Prozent mehr als im Vorjahr; der Wiederanstieg der Verbücherungen spiegle vor allem die Verwertung notleidender Engagements wider.

Als Belege für die These werden genannt: Die Kreditvergabeverordnung sei zwar mit 30. Juni 2025 ausgelaufen, ihre Grenzen würden von der Finanzmarktaufsicht aber als Rundschreiben fortgeführt; die Wohnbauoffensive 2024 bringe rund 20.000 zusätzliche geförderte Wohnungen in einen fallenden Markt; Genehmigungsverfahren dauerten in der Regel zwei bis vier Jahre. Im Bestand erfasse die Mietpreisbremse rund drei Viertel der Mietverhältnisse, 2026 mit einer Anpassung von höchstens einem Prozent bei 3,6 Prozent Inflation, ab 2028 mit nur hälftiger Berücksichtigung von Teuerung über drei Prozent. Hinzu kämen in Wien die ab 2027 vorgesehene Pflicht zum Bauwerksbuch sowie das Kostenrisiko des Vermieters im Schlichtungsverfahren, für das es keinen Kostenersatz gebe.

Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag; Bewertung und Schlussfolgerungen sind die Position des Autors.

Quellen:

  • Die Presse, 23.10.2026 06:08 – <https://www.diepresse.com/41383969/die-staatliche-konstruktion-der-immobilienkrise>

Kärnten: Immobilienfirma nach Kauf zweier Zinshäuser insolvent

Eine junge Immobilienfirma, die im Frühjahr 2025 zwei Zinshäuser gekauft hatte, ist insolvent. Ausgelöst wurden die finanziellen Probleme durch ein Schreiben des Magistrats Klagenfurt vom April 2026; dem Titel nach fehlte für ein Zinshaus eine Bewilligung. Der Fall zeigt, welches Gewicht die baurechtliche Prüfung eines Objekts vor dem Erwerb hat.

Quellen:

  • Kleine Zeitung, 22.10.2026 13:25 – <https://www.kleinezeitung.at/artikel/41382405/zinshaus-ohne-bewilligung-kaerntner-immobilienfirma-ist-pleite>

Geerbte Immobilie: Rendite und Klumpenrisiko

Ein Beitrag eines Finanzplaners rechnet vor, dass die Bruttomietrendite einer typischen Eigentumswohnung in Österreich bei rund 3,31 Prozent liegt – vor Verwaltung, Instandhaltung, Leerstand und Steuern. Sanierungskosten würden in der Renditerechnung häufig übersehen, obwohl sie laufend anfallen. Wer im Wesentlichen nur eine geerbte Wohnung besitzt, trägt ein Klumpenrisiko mit geringer Liquidität; als Alternativen zum Verkauf werden der gezielte Aufbau liquider Reserven und eine Umnutzung genannt.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 12:00 – <https://www.derstandard.at/story/3000000344737/geerbte-immobilie-halten-oder-verkaufen?ref=rss>

Wirtschaft & Konjunktur

Finanzvermögen der Haushalte über einer Billion Euro, Wohnbaukredite ziehen wieder an

Nach Angaben der Nationalbank hat das Finanzvermögen der privaten Haushalte Mitte 2026 erstmals die Billionengrenze überschritten und liegt mit 1.011 Milliarden Euro um fast sieben Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Sparquote sinkt dagegen von 9,7 auf 8,4 Prozent und liegt damit wieder im langjährigen Schnitt. Einlagen machen 34 Prozent des Vermögens aus, Beteiligungen und Wertpapiere je 24 Prozent; das reichste Zehntel hält über 87 Prozent der Wertpapiere und über 70 Prozent des gesamten Finanzvermögens.

Für die Immobilienfinanzierung wesentlich: Die Verschuldung der Haushalte betrug im Juni 214 Milliarden Euro oder 21 Prozent des Finanzvermögens, gegenüber 26 Prozent im Euroraum. Nachdem die Wohnbaukredite im Vorjahr stagniert hatten, haben sie im ersten Halbjahr 2026 wieder zugelegt.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 10:25 – <https://www.derstandard.at/story/3000000345459/haushaltsverm246gen-der-214sterreicher-knackt-erstmals-billionengrenze?ref=rss>
  • Kleine Zeitung, 22.10.2026 10:27 – <https://www.kleinezeitung.at/artikel/41381979/finanzvermoegen-oesterreichs-haushalte-knacken-die-billionen-marke>
  • Kurier, 22.10.2026 10:57 – <https://kurier.at/wirtschaft/finanzvermoegen-der-oesterreichischen-haushalte-knackt-billion-marke-sparquote-sinkt/403200071>
  • Oberoesterreichische Nachrichten, 22.10.2026 17:49 – <https://www.nachrichten.at/wirtschaft/trotz-inflation-haben-oesterreichs-haushalte-so-viel-geldvermoegen-wie-noch-nie;art15,4225055#ref=rss>

Handel: Gewerkschaft fordert 3,8 Prozent, nächste Runde am 3. November

Zum Auftakt der Verhandlungen für rund 420.000 Angestellte und 19.000 Lehrlinge im Handel fordert die Gewerkschaft 3,8 Prozent mehr Gehalt, bei einer rollierenden Inflation von 3,3 Prozent. Dazu kommen Forderungen zum Rahmenrecht: Zuschläge ab der ersten Stunde Mehrarbeit, eine Zulage für kurzfristiges Einspringen, eine verbindliche Fünftagewoche und ein früherer Anspruch auf die sechste Urlaubswoche. Die Arbeitgeberseite hält die Forderung für nicht leistbar und verweist auf Arbeitsplatzverluste seit 2023, eine um 5,4 Prozent gestiegene Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr und erneut rückläufige Umsätze. Die erste Runde endete nach fünf Stunden ohne Ergebnis, die nächste ist für 3. November angesetzt.

Als Vergleichsgrößen werden genannt: Im Vorjahr einigte man sich im Handel auf 2,55 Prozent bei drei Prozent Inflation. In der Metallindustrie steigen aufgrund des Zweijahresabschlusses mit 1. November die Ist-Löhne um 1,9 Prozent und die kollektivvertraglichen Mindestentgelte um 2,1 Prozent. Die Arbeitnehmerseite stützt sich auf die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute mit 0,8 bis 0,9 Prozent Wachstum 2026 und 1,0 bis 1,3 Prozent 2027 sowie einer Inflation von 3,3 bzw. 3,1 Prozent heuer und 2,6 bzw. 2,8 Prozent im nächsten Jahr.

Quellen:

  • ORF.at, 22.10.2026 15:52 – <https://orf.at/stories/3445823/>
  • Der Standard, 22.10.2026 12:06 – <https://www.derstandard.at/story/3000000345385/harte-fronten-an-der-kasse-angestellte-im-handel-wollen-38-prozent-mehr-gehalt?ref=rss>
  • Kleine Zeitung, 22.10.2026 12:11 – <https://www.kleinezeitung.at/artikel/41382513/handels-kv-gewerkschaft-fordert-gehaltserhoehung-von-3-8-prozent>
  • Kurier, 22.10.2026 13:52 – <https://kurier.at/wirtschaft/handel-kollektivvertrag-verhandlungen-gewerkschaft-wkoe/403200123>

Wiener Börse: ATX verliert 4,6 Prozent, Banktitel unter Druck

Der ATX schloss am Donnerstag um 4,6 Prozent tiefer bei 6.263,95 Punkten. Auslöser waren negativ aufgenommene Quartalszahlen und Investitionspläne großer US-Technologiekonzerne sowie ein weiterer Anstieg der Ölpreise nach einem Drohnenangriff auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien, der Inflations- und Zinssorgen schürte. Neben einem Leiterplattenhersteller mit mehr als 18 Prozent Minus gaben auch die heimischen Banken deutlich nach: Erste Group um mehr als sechs Prozent, Bawag und RBI um jeweils mehr als fünf Prozent.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 17:56 – <https://www.derstandard.at/story/3000000345596/-wiener-b246rse-schlie223t-tiefrot-atx-rutscht-um-460-prozent-ab?ref=rss>
  • ORF.at, 22.10.2026 18:04 – <https://orf.at/stories/3445886/>
  • Kleine Zeitung, 22.10.2026 18:02 – <https://www.kleinezeitung.at/artikel/41384783/kraeftiger-einbruch-wiener-atx-rutscht-um-4-6-prozent-ab>

Weltspartag: Banken stellen höhere Zinsen in Aussicht

Bei den Empfängen der oberösterreichischen Banken zum Weltspartag wurde von steigenden Zinsen und einer unübersichtlichen Lage gesprochen.

Quellen:

  • Oberoesterreichische Nachrichten, 22.10.2026 18:46 – <https://www.nachrichten.at/wirtschaft/weltspartag-hoehere-zinsen-in-aussicht;art15,4225097#ref=rss>

Steuer- & Unternehmensrecht

Verwaltungsgerichtshof: Sanierung des einzigen Wohnsitzes kann außergewöhnliche Belastung sein

Ein Bauernhaus, der einzige Wohnsitz der Eigentümerfamilie, war vom Echten Hausschwamm befallen; die Sanierung kostete rund 266.000 Euro. Das Finanzamt lehnte die Absetzung ab, weil es sich um Aufwand zur Vermögenserhaltung infolge von Baumängeln handle. Das Bundesfinanzgericht erkannte die Kosten an, weil das Haus ohne Sanierung unbewohnbar geworden wäre. Der Verwaltungsgerichtshof bestätigt diese Linie im Grundsatz: Die Wiederherstellung der Bewohnbarkeit kann eine außergewöhnliche Belastung begründen, und zwar über reine Katastrophenfälle hinaus. Zwangsläufigkeit liegt auch vor, wenn die weitere Lebensführung ohne Wiederherstellung unzumutbar wäre; außergewöhnlich ist der Aufwand, weil er bei der Mehrzahl vergleichbarer Steuerpflichtiger nicht anfällt.

Die Grenze ist eng gezogen. Absetzbar ist nur, was unerlässlich ist, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Bloß vorbeugende Maßnahmen und Verbesserungen fallen nicht darunter, und ein Wertvorteil – etwa durch neue Heizung, Böden, Türen und Fenster mit längerer Nutzungsdauer – ist abzuziehen. Diesen Vorteilsausgleich muss das Bundesfinanzgericht nun beziffern. Ebenso entschied der Gerichtshof in einem zweiten Fall über Marderschäden im Dachgeschoß eines Zweifamilienhauses. Für die Beratung heißt das: Bei Schäden, die einen Wohnsitz unbewohnbar machen, lohnt die Prüfung des Absetzbetrags; die Dokumentation sollte Wiederherstellung und Verbesserung von Anfang an getrennt ausweisen.

Zitiert wird die Entscheidung mit der Geschäftszahl Ro 2023/15/0027; der Rechtssatz zur Wiederherstellung der Bewohnbarkeit ist unter Ro 2026/15/0025 angeführt.

Quellen:

  • Die Presse, 22.10.2026 19:57 – <https://www.diepresse.com/41363911/eigenheim-sanieren-wann-das-finanzamt-mitzahlt>

Verfassungsgerichtshof: Streitwert von 40 Euro bei unbestrittener Besitzstörung durch Kfz hält

Seit 1. Jänner 2026 beträgt der Streitwert bei Besitzstörungsklagen durch Kraftfahrzeuge nur noch 40 Euro statt 800 Euro, wenn es in der ersten mündlichen Verhandlung zu Vergleich, Versäumungs- oder Anerkenntnisurteil kommt. Die Regelung im Rechtsanwaltstarifgesetz soll das Geschäftsmodell der „Parkplatzabzocke“ unterbinden. Zwei Grundeigentümer aus der Steiermark hatten sie angefochten, weil auch schwerwiegende, jahrelange Störungen – in ihrem Fall in einem Waldgebiet – nur mit diesem Betrag bewertet würden.

Der Verfassungsgerichtshof wies die Anträge ab: Dem Gesetzgeber komme beim Kostenersatz ein weiter Gestaltungsspielraum zu, und der niedrige Streitwert gelte nur bei unbestrittenen Klagen. Bestreitet der Beklagte die Besitzstörung, bleibt es bei 800 Euro. Für Liegenschaftseigentümer und Hausverwaltungen bedeutet das, dass sich die Kostenfrage bei Falschparkern erst im streitigen Verfahren lohnt; der Besitzschutz selbst bleibt unberührt.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 12:40 – <https://www.derstandard.at/story/3000000345514/gesetzesnovelle-gegen-parkplatzabzocke-laut-vfgh-verfassungskonform?ref=rss>

ÖBB-Reform: Personen- und Güterverkehr werden von Aktiengesellschaften zu GmbHs

Die Regierung hat sich auf die Reform des ÖBB-Konzerns geeinigt. Personenverkehr und Güterverkehr werden von Aktiengesellschaften in GmbHs umgewandelt, damit die Holding mit stärkerem Weisungsdurchgriff steuern kann; Produktion und Technische Services rücken auf die zweite Konzernebene, als Aktiengesellschaft bleibt aus unionsrechtlichen Gründen nur die Infrastruktur. Die Gesellschaftsstruktur soll bis in die unteren Ebenen um bis zu ein Drittel verschlankt werden und mindestens 80 Millionen Euro im Jahr einsparen, ein Personalabbau ist nicht geplant. Der Holdingvorstand wird auf drei Personen erweitert. Die Novelle des Bundesbahngesetzes geht kommende Woche in Begutachtung und soll mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten; Klimaticket und Pkw-Vignette werden 2027 um zwei Prozent teurer.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 13:47 – <https://www.derstandard.at/story/3000000345509/goebb-reform-steht-was-aendert-sich-in-der-staatsbahn?ref=rss>
  • Kurier, 22.10.2026 14:03 – <https://kurier.at/wirtschaft/regierung-bringt-grosse-oebb-reform-auf-schiene/403200140>
  • Kleine Zeitung, 22.10.2026 15:03 – <https://www.kleinezeitung.at/artikel/41383943/oebb-reform-soll-jaehrlich-80-millionen-euro-einsparen>

Sozialhilfe neu: Fixbeträge, Integrationsphase, Inkrafttreten mit 1. Jänner 2027

Die Regierung hat den Entwurf für das neue Sozialhilfe-Grundsatzgesetz vorgelegt; er geht in Begutachtung, der Nationalratsbeschluss ist für November geplant, die Länder erhalten danach ein halbes bis dreiviertel Jahr zur Umsetzung. Die bisherigen Höchstsätze werden durch Fixbeträge ersetzt, Grundlage bleibt der Ausgleichszulagenrichtsatz (netto 1.230 Euro). Erwerbsfähige erhalten zunächst einen Basisbetrag – 1.016 Euro für Staatsbürger, 861 Euro für Asylberechtigte – und den vollen Betrag nur bei nachgewiesenen Bemühungen um Arbeitsmarktintegration; bei Verstößen sind Kürzungen um mindestens 25 Prozent bis zur Streichung vorgesehen. Für Kinder gibt es einen bundeseinheitlichen Korridor mit Spielraum der Länder beim zweiten bis vierten Kind.

Weil die ursprünglich geplante Verlagerung der Betreuung aller Arbeitsfähigen zum Arbeitsmarktservice entfällt, ist keine Zweidrittelmehrheit nötig. Für Menschen mit Behinderung sind ein doppelter Vermögensfreibetrag und der Wegfall der Klagsverpflichtung ab dem 25. Lebensjahr vorgesehen; Pflegegeld wird auch bei pflegenden Haushaltsangehörigen nicht angerechnet.

Quellen:

  • ORF.at, 22.10.2026 18:45 – <https://orf.at/stories/3445879/>
  • Oberoesterreichische Nachrichten, 22.10.2026 19:40 – <https://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/sozialhilfe-einigung-mit-strengeren-regeln-und-neuen-kindersaetzen;art385,4225108#ref=rss>

Energie & Bau

Gas-Netzentgelte steigen 2027 im Schnitt um 7,2 Prozent, regional um bis zu 21 Prozent

Laut dem Verordnungsentwurf der Regulierungsbehörde steigen die Netzentgelte für Gas, die gut ein Drittel der Gasrechnung ausmachen, ab dem kommenden Jahr im Schnitt um 7,2 Prozent; im Burgenland, in Kärnten und in Niederösterreich um 14 bis 21 Prozent. Zugleich kostet Gas im europäischen Großhandel so viel wie seit 2022 nicht mehr. Seit Beginn des Irankriegs im Februar sind für Rohöl rund 950 Millionen Euro und für Gas rund 780 Millionen Euro an Mehrkosten für Importe angefallen.

Strom wirkt dagegen dämpfend: Er senkte die September-Inflation von 3,6 Prozent um 0,23 Prozentpunkte, während Treibstoffe, Heizöl und Gas zusammen 1,37 Prozentpunkte beitrugen. Österreich deckte 2025 seinen Energiebedarf zu 41 Prozent aus eigener Erzeugung; bei Gas liegt die Importquote bei 93 Prozent, bei Öl bei 95 Prozent. Für Eigentümer und Verwalter gasbeheizter Objekte bedeutet das steigende Betriebskosten 2027, besonders in den drei genannten Bundesländern.

Quellen:

  • Der Standard, 22.10.2026 15:00 – <https://www.derstandard.at/story/3000000344929/strom-daempft-die-inflation-oel-und-gas-werden-immer-teurer?ref=rss>
  • Die Presse, 22.10.2026 15:58 – <https://www.diepresse.com/41381768/oel-und-gas-aus-dem-ausland-oesterreich-verbrennt-100-milliarden-euro-in-zehn-jahren>

Heizungstausch: Kesseltausch-Aktion ab 2. November aus Restmitteln 2026

Die bereits angekündigte Förderaktion für den Kesseltausch in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern, die am 2. November öffnet, wird aus nicht ausgeschöpften Mitteln der Sanierungsoffensive 2026 finanziert. Im August war Heizöl um fast 50 Prozent und Erdgas um rund acht Prozent teurer als ein Jahr zuvor, was den Wechselwillen deutlich erhöht. Für die Planung wird empfohlen, zuerst die Heizlast zu berechnen und die Vorlauftemperatur des Verteilsystems zu prüfen: Heizkörper brauchen 55 bis 70 Grad, was die Effizienz einer Wärmepumpe mindern kann. In Mehrparteienhäusern ist zu entscheiden, ob zentral oder dezentral, etwa mit Indoor-Wärmepumpen, geheizt wird. Ein hydraulischer Abgleich kann bis zu 25 Prozent der Heizkosten einsparen.

Quellen:

  • Die Presse, 23.10.2026 06:06 – <https://www.diepresse.com/41384514/heizung-tauschen-in-sechs-schritten>
15.03.2023

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07.03.2023
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07.03.2023
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07.03.2023